Jugendamt sucht dringend Mütter auf Zeit wie Nicole Frölich, die Notfälle bei sich aufnehmen
Nicole Frölich aus Darmstadt betreute neben drei leiblichen Kindern in acht Jahren noch zusätzlich 42 kleine Kinder, die das Jugendamt in ,,Obhut genommen", also aus ihren Familien herausgenommen hatte. Jetzt verlässt sie Südhessen. Stadtrat Jochen Partsch würdigte ihren Einsatz und hofft, dass sich beim Jugendamt möglichst viele neue Bereitschaftspflegemütter und -väter melden. Denn der Bedarf ist groß.
Abschied: Nicole Frölich betreute in acht Jahren 42 kleine Kinder, die das Jugendamt in „Obhut genommen“, also aus ihren Familien herausgenommen hatte. Jetzt verlässt sie Südhessen. Stadtrat Jochen Partsch würdigte ihren Einsatz und hofft, dass sich beim Jugendamt möglichst viele neue Bereitschaftspflegemütter und -väter melden. Denn der Bedarf ist groß. Foto: Claus Völker
Heute werde ich wieder Mutter. Darauf stellte sich Nicole Frölich (39) ein, wenn der Notdienst des Jugendamtes bei ihr nachts oder am Wochenende anrief. Dann bezog sie ein Bettchen, legte Windeln zurecht und bereitete ihre Familie auf einen neuen kleinen Gast vor.
Manchmal war der Gast ein Kind, das weinte, weil es Traumatisches erlebt hatte, von seinen Eltern geschlagen oder von einem Verwandten missbraucht worden war. Manchmal war der Gast verstört und geschockt, weil ein total Fremder, ein Mitarbeiter des Jugendamts, ihn - um Schlimmes zu verhindern - ,,in Obhut genommen" - die Eltern würden sagen: ihnen weggenommen hatte.
Acht Jahre konnte der Notdienst des Jugendamtes zuverlässig mit Nicole Frölich, der dreifachen Mutter und ausgebildeten Industriekauffrau, rechnen, wenn es galt, ein Kind in eine befristete Bereitschaftspflege zu geben. Doch in wenigen Tagen wird die mädchenhaft wirkende Frau mit der positiven Ausstrahlung mit ihrer Familie in ein anderes Bundesland ziehen. Sie hinterlässt eine große Lücke.
In den vergangenen acht Jahren hat sich Frölich um 42 Kinder gekümmert, von denen die Kleinsten noch nicht einmal ein Jahr alt waren. Wenige hatten ein Köfferchen mit den Nötigsten dabei, aber darauf war sie gefasst. Zahnbürste, Windeln, Kleidung - sie sorgte vor. ,,Egal, wie ihr kommt, hier seid ihr willkommen", begrüßte sie die Kleinen.
Sie erlebte Kinder, die sie, ihre ,,Mutter auf Zeit" provozieren wollten und sich die vollen Windeln vom Leib rissen. Und andere, die wie erstarrt in der Ecke saßen. Nachts hat sie an ihren Bettchen gewacht, ihnen Geschichten vorgelesen, ihr Leid ausgehalten. ,,Man bleibt beim Kind, nimmt es in den Arm, hält es fest, da denkt man nicht groß drüber nach." Tagsüber hat sie sie in die liebevolle Welt ihrer eigenen Familie mit einbezogen.
Gäste bleiben nicht. Nach drei, vier Monaten musste Nicole Frölich die Kinder wieder ziehen lassen.Gutachter und Gericht entschieden über ihr weiteres Schicksal. Einige kehrten zu ihrer Herkunftsfamilie zurück - was bei etwa einem Drittel der in Obhut genommenen Kinder die Regel ist - andere wurden bei Dauerpflegefamilien untergebracht.
Der Abschied fiel Nicole Frölich niemals leicht, aber sie sagte sich, dass sie den Kindern wenigsten eine Zeitlang einen sicheren Ort bieten konnte. Also genau das, was sie in ihrer Lebenssituation am nötigsten gebraucht haben. Immer konnte sich die ,,Mutter auf Zeit" auf die Unterstützung ihres Mannes, der Angehörigen und eines Babysitters verlassen. Sie schenkten ihr freie Zeit zum Durchatmen, was wichtig für ihr Wohlbefinden war: ,,Man darf sich nicht selbst dabei verlieren".
Das Jugendamt und der dafür zuständige Stadtrat Jochen Partsch möchten Nicole Frölich am liebsten verbieten, Südhessen zu verlassen. Von ihrer Sorte müsste es noch viel mehr geben, sind sich Jugendamtsleiter Thomas Gehrisch und Anna Mulzer, Referentin von Jochen Partsch und zuvor Jugendamtsmitarbeiterin, einig.
Im Augenblick sind in ganz Darmstadt nur zwei Familien und eine Rentnerin willens und in der Lage, Obhut-Kinder so lange bei sich aufzunehmen, bis über ihre Zukunft entschieden ist. Zur Zeit werden von ihnen sieben Kinder zwischen ein paar Monaten und sechs Jahren betreut. 147 Kinder haben eine Dauerpflegestelle gefunden.
In der Anfangszeit hat Nicole Frölich nicht gefragt, aus welchen Milieus die ihr anvertrauten Jungen und Mädchen stammten und warum sie aus ihren Familien herausgeholt worden waren. Später hat sie dann aber doch Einzelheiten wissen wollen, um sich die Reaktion eines Kindes besser erklären zu können.
Vom Jugendamt wurde sie in den acht Jahren nie alleingelassen. Wenn sie pädagogischen Rat brauchte, bekam sie ihn. Die leiblichen Eltern lernte sie bei betreuten Besuchskontakten im Jugendamt kennen, in der Regel waren sie mit der Unterbringung ihres Kindes einverstanden. Die Adresse der Bereitschafts-Eltern erfuhren sie nie.
Als ihr Sohn zwei Jahre alt war, kam Nicole Frölich auf die Idee, noch ein zweites Kind dazuzunehmen. Das Jugendamt vermittelte ihr ein dreijähriges Mädchen, das ein Jahr bei den Frölichs wohnte und mit dem sie heute noch lockeren Kontakt hat. Ihre leiblichen Kinder, inzwischen 14, 11 und 8 Jahre alt, waren daran gewöhnt, dass sich im Haus nicht alles nur um sie drehte. Manchmal reagierten sie ein bisschen eifersüchtig und drohten, sich auch eine ,,Pflegemama" zu suchen. Ein anderthalbjähriger Junge, der als Obhut-Kind zu ihnen kam, wird die Frölichs nun als Dauerpflegekind in ihr neues Zuhause begleiten.
Bereitschaftspflege ist die bessere Alternative zum Heim. Das Jugendamt bietet jährlich in 800 bis 900 Fällen erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche an, durch die familiäre Konflikte entschärft werden sollen. Es gibt eine Palette von Möglichkeiten - und die Bereitschaftspflege ist eine davon.
Wer sich dafür interessiert, kann sich mit dem Jugendamt unter der Telefonnummer 06151 132725 in Verbindung setzen. In Frage kommen sowohl Paare, auch gleichgeschlechtliche, als auch Einzelpersonen und Rentnerinnen oder Rentner. Sie werden zu einem klärenden Gespräch gebeten und, wenn die Beurteilung positiv ausgefallen ist, zu einem vorbereitenden Seminar eingeladen. Ihr Einsatz wird bezahlt.
Nicole Frölich hat ihre Entscheidung, Pflegemutter zu werden, niemals bereut: ,,Die Kinder waren immer eine Bereicherung für unsere ganze Familie."
Quelle
Montag, 28. Juni 2010
Dienstag, 22. Juni 2010
Ist das die moderne Väterszene?
Ja, es geht munter weiter mit Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen gegen einen unserer Vorstände in seinem Blog.
Es geht nun sogar soweit, dass man ihn in derart einzuschüchtern versucht, dass man ihm Banden auf den Hals hetzen will, sogar vor seinem Kind schreckt man nun nicht mehr zurück.
Wenn so etwas in der Väterszene weiterhin wortlos toleriert wird, dann haben gewisse Leute recht - wir sind nicht nur rechtsradikal, wir sind wie die Nazis...
Der Vorstand
Sonntag, 20. Juni 2010
Eilmeldung 21.06.2010
Es tut mir leid, aber sowas kann ich euch nicht vorenthalten, denn was sich hier einige Leute erlauben, geht weit unter die Gürtellinie:
http://umgangsvaeter.wordpress.com/2010/06/20/von-nachtlichen-rattenjagern-und-anderen-beleidigungen/
Man gut, das ich die Sache gelassen sehe, weiß ich doch, dass dieser Mann krank ist und ihm niemand helfen kann und will.
http://umgangsvaeter.wordpress.com/2010/06/20/von-nachtlichen-rattenjagern-und-anderen-beleidigungen/
Man gut, das ich die Sache gelassen sehe, weiß ich doch, dass dieser Mann krank ist und ihm niemand helfen kann und will.
Donnerstag, 10. Juni 2010
Nachrichten vom 10.10.2010

Hallo liebe Leser,
nachdem nun unsere Webseite nach den neuesten technischen Errungenschaften des Internet umgerüstet haben, ist es an der Zeit, den Nachrichtenteil neu auf aufleben zu lassen.
Aus Darmstadt ist eigentlich nichts Neues zu berichten, denn die Geschäfte gehen ihren normalen Gang, unser "Projekt Kindertisch" macht weitere Fortschritte und wir erarbeiten gerade ein Konzept für ein neues Projekt, was aber wegen Nachahmungsgründen noch nicht näher erläutert werden soll.
Wir haben es nun auch geschafft, ein vereinsinternes Forum zu gründen, was jedermann zur Diskussion offensteht und auch als Mailingliste genutzt werden kann. Dies machte sich dringend notwendig, weil derzeit in der Väterszene eine regelrechte Hetzjagd in den Foren auf unseren Vorstand Michael Knuth gemacht wurde und noch wird.
Hier wird nicht näher darauf eingegangen, jeder soll sich über den Sachverhalt auf seinem Blog zu der Sache informieren.
Es sind auch neue Meinungen zum Zaunegger-Urteil des EUMRK gegen Deutschland aufgetaucht, die Hinweise darauf geben, dass wohl der § 1826 a BGB doch mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar ist.
Dafür hat das BverG geurteilt, dass Demonstranten nicht mehr willkürlich von der Polizei durchsucht werden dürfen. Zwar kann das Urteil als Sieg der rechten Szene zugeordnet werden, aber auch die haben ja schließlich auch ihre Grundrechte wie alle politischen Gruppierungen.
copyright by VKFV
Michael Knuth
Vorstand
Sonntag, 6. Juni 2010
Übergangsnachricht aus der alten Webseite
10-04-10
Endlich ist es uns zeitmäßig gelungen, ein Forum im Mailinglistenbetrieb zu erstellen. Dieser Schritt war nun nötig, weil ein bisher offenes Forum des VAFK, erst in Elterforum unbenannt wurde und jetzt anscheinend von einer Privatperson gesteuert wird. Mitglieder unseres Vereins werden dort nicht eingelassen, erstes Opfer dieser ´Zensur war unser Vorstand Michel Knuth, weil er dort Links auf unser oben benannten Blog gesetzt hatte.
Wenn der Väteraufbruch dort öffentlich Wochenblitze setzten darf, waren wir bisher der Meinung, weiter auf Links in unseren Blog und den Blogs unserer Mitglieder zu setzen. Anscheinend ist das dem neuen Inhaber dieses Elterforums eben zu viel Werbung für einen Konkurrenzverein, der eigentlich keiner ist. Ein solche Vorgehen gehen ehemalige VAFK - Mitglieder, die diesen Verein mit groß gemacht haben, können wir so nicht tolerieren.
Endlich ist es uns zeitmäßig gelungen, ein Forum im Mailinglistenbetrieb zu erstellen. Dieser Schritt war nun nötig, weil ein bisher offenes Forum des VAFK, erst in Elterforum unbenannt wurde und jetzt anscheinend von einer Privatperson gesteuert wird. Mitglieder unseres Vereins werden dort nicht eingelassen, erstes Opfer dieser ´Zensur war unser Vorstand Michel Knuth, weil er dort Links auf unser oben benannten Blog gesetzt hatte.
Wenn der Väteraufbruch dort öffentlich Wochenblitze setzten darf, waren wir bisher der Meinung, weiter auf Links in unseren Blog und den Blogs unserer Mitglieder zu setzen. Anscheinend ist das dem neuen Inhaber dieses Elterforums eben zu viel Werbung für einen Konkurrenzverein, der eigentlich keiner ist. Ein solche Vorgehen gehen ehemalige VAFK - Mitglieder, die diesen Verein mit groß gemacht haben, können wir so nicht tolerieren.
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